Mittwoch, 10. Februar 2016

[something else] Blogparade zum Thema 'Vorbilder'

Der Blogger und Personalcoach Jörg Unkrig ruft derzeit zu einer Blogparade zum Thema 'Vorbilder' auf. Da solch ein spannendes, und universelles Thema durchaus auch für einen Musikblog passend ist, hab ich beschlossen mitzumachen und mich auf einen Eintrag der etwas anderen Art einzulassen.

Zunächst eine Bemerkung vorweg: Der Begriff  des 'Vorbildes' ist für mich nicht ganz unproblematisch. Alleine schon dadurch, dass ein VorBILD zunächst etwas sehr starres und feststehendes impliziert. Ebenfalls wurden (und werden) Vorbilder innerhalb der westlichen Kultur stark mit einer Art von Personenkult verbunden (man blicke in die Geschichte: Jesus als Vorbild, der Starkult innerhalb der Filmgeschichte etc.). Auf solch eine Art von Nutzung des Begriffes möchte ich in diesem Eintrag verzichten, stattdessen möchte ich von Inspiration, (lat. inspiratio was so viel wie 'Beseelung' bedeutet) im Sinne des Gedanken einer Vielgliedrigkeit, sprechen.

Personen, Werke, Gemälde, Ereignisse, Vorträge, Filme, einzelne Gespräche mit Personen, die mich persönlich positiv sowie negativ inspirieren gibt es vielerlei. Insgesamt hat meine Inspiration jedoch kein Zentrum innerhalb einer bestimmten Person oder innerhalb eines Werkes. Musikalisch liegen meine Einflüsse zu einem großen Teil im  Beat/Garagerock, dem Psychedelic Rock und dem frühen Progressive Rock der 1960er/frühen 1970er (hier Bands wie King Crimson, SteamhammerDragonwyck, The Edgar Broughton Band) und dem New Wave, Post-Punk, Ethereal und Shoegaze der späten 1970er und 1980er Jahre (Cocteau TwinsJoy Division, B-Movie). Nichtzuletzt gehört für mich PJ Harvey mit ihrem so sehr eigenen Stil und die Band ...And you will know us by the trail of dead mit ihren sehr mystisch-poetischen und von der Maya-Kultur beeinflussten Texten.

Mit Musik verbunden ist für mich auch immer ein bestimmtest Lebensgefühl, welches wie eine Botschaft im Klang mitschwingt. Musiker und Bands inspirierten mich immer, wenn sie Themen aufgriffen, welche zum weiterdenken animierten, ihrem Zeitgeist eine Stimme verliehen, poetisch anspruchsvoll waren oder (sei es auch rein instrumental) durch ihre Musik Gefühle auslösen konnten, welche weit über das hinausgehen, was mit reiner Sprache möglich wäre.

Eng im Zusammenhang damit steht auch meine Begeisterung für gewisse Autoren und literarische Strömungen. Mein eigener Schreibstil ist stark von Autoren der Beat Generation (beispielsweise Jack Kerouac), dem Gonzo-Journalismus Hunter S. Thompsons und nicht zuletzt dem collagenhaft-unmittelbaren Schreibstil der Neuen Sachlichkeit  und der Moderne (beispielsweise Irmgard Keun, Franz Kafka und Hermann Hesse) inspiriert.

Nunja, es bleibt die Frage: Was bewirken Vorbilder, beziehungsweise: Was bewirkt Inspiration? 
Ebenfalls die Wirkungsweise von Vorbildern/Inspiration kann sehr unterschiedlich sein. Oftmals gelten Vorbilder als Richtschnur, Orientierung oder Motivation für das eigene Handeln. Man kann also Vorbilder durchaus als Wegweiser in unübersichtlichen Lebenslagen betrachten. Da ich mich persönlich im kreativen Umfeld bewege, nutzte ich Inspiration als Impuls für mein eigenes Schaffen (Bilder, Collagen, selbstgeschriebene Texte). Inspiration (in ihren oben genannten unterschiedlichen Formen) bewirkte, dass ich eigene Ideen und Gedanken entwickelte, mich weiterentwickeln konnte oder eine vielschichtigere Sichtweise auf die Welt erlangte.

Ich hoffe mein etwas persönlicher und offener Beitrag zum Thema 'Vorbilder' war interessant zu lesen. Eigene Gedanken oder Impulse könnt ihr auch gerne in die Kommentare schreiben.

So long,

Diana

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