Samstag, 20. Juni 2015

[Review] Cheatahs - Murasaki EP / Sunne EP

Genre: Noisepop/rock, Shoegaze, Indie Rock, Lo-Fi
Releasedaten: 23.02 & 11.06.2015
Für Hörer von: Eagulls, Ride, Disappears, My bloody Valentine, DIIV, (evtl. Tame Impala)

Die Cheatahs sind eine Londoner 4-Mann-Band, die ihre erste EP (namens Coared und noch bei Marshall Teller unter Vertrag ) im Jahre 2012 herausbrachte. Im selben Jahr folgte (nun bei Wichita Recordings) ihre Sans EP und 2014 schließlich das selbstbetitelte Debutalbum (Welches ich so ziemlich rauf und runtergehört habe). Die Jungs waren also ziemlich fleißig innerhalb ihrer noch recht jungen Bandgeschichte. Auch in diesem Jahr veröffentlichte die Band schon zwei neue EPs, (Sunne und Murasaki) über die an dieser Stelle berichtet werden soll.

Sunne erschien (passend zum sich langsam ankündigenden Frühling) am 23.02.2015 und beinhaltet 4 Songs. Verglichen mit ihrem Debutalbum geht die Sunne-EP stark in die Noise/Garage/Lo-Fi Richtung. Jeglicher Gesang konkurriert hier mit den verzerrten Gitarrenwänden, ohne dass hierbei ein Gewinner klar heraussticht. Mein Favorit der Sunne-EP ist der erste Track, namens Sunne, mit seinen psychedelisch anmutenden Klangteppich. Irgendwie erinnert mich der Sound an alte Kasetten, die Magnetophon abgespielt werden, während sommerliche Temperaturen und ein dichtes Hitzeflimmern der Straßen vorherrscht (böse Kritiker und Lo-Fi-Feinde würden es vielleicht auch mit einer ins Wasser gefallenen Kassette vergleichen).
 

Die Murasaki-EP ist generell experimenteller und weniger noise-lastig gehalten als Sunne (Vielleicht ist das auch ein Wink mit dem Zaunpfahl. Immerhin ist Murasaki Shikibu, nach deren diese EP benannt sein könnte, eine der bedeutendsten Romanschriftstellerinnen Japans).  Die in der Sunne-EP noch vorherrschenden, rauschenden Noise-Elemente halten sich bei der Murasaki-EP zugunsten von eher psychedelisch und fernöstlich anmutenden Gitarrenwänden zurück.Vor allem der 3. Track der EP 3D Milk klingt aufgrund seiner zahlreichen elektronischen Effekte, des verzerrten Drumsets und der nahezu fehlenden Gitarrenwände fast schon nicht mehr nach den Cheatahs.

Wenn man mit einem Fazit, welches beide EPs betrifft, abschließen möchte, könnte man sagen, dass das Klangbild beider EPs (trotz ihrer Unterschiede gerade in der Verwendung was Distortion und Noise-Effekte angeht) im Vergleich zum Debutalbum eher im Lo-Fi Subgenre angesiedelt sind. Wirklich energiegeladene Tracks, die sich mit ruhigen Passagen abwechseln, wie bei Geographic (zu finden auf dem Debutalbum) sind hier nicht zu finden. Beide EPs verbleiben kratzig und experimentell, aber deshalb nicht weniger lebendig. Vielleicht wird ja der eine oder andere Track beider EPs noch im nächsten Album gerade geschliffen, verzerrt oder sonstwie verändert. Experimentierfreudig sind die Jungs der Band ja.

Zum Abschluss hier noch zwei meiner Lieblingstracks des Debutalbums 





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