Donnerstag, 7. Mai 2015

[Review]: Echodrone - Five (2015)

Genre: Shoegaze/Nugaze, Electronic, Dream-Pop
Releasedatum: 24.2.2015
Für Fans von: Patterns, The Casket Girls, Medicine, Soundcarriers, Nothing




Auf ihrer Facebookseite nutzt die Band Echodrone den Neologismus Shugetoronika für die Bezeichnung ihrer Musikrichtung und so falsch liegen die vier Herren und die Dame mit ihrer Beschreibung hier absolut nicht.

Echodrone existieren als Band inzwischen seit 10 Jahren und bei Musikern in Richtung elektronisch beseeltem Shoegaze, ist es an dieser Stelle besonders interessant auf den Entwicklungsprozess zu schauen.
Schon in ihren vorhergegangenen Veröffentlichungen hatten Echodrone den Hang zu schwelgerisch-cineastischen Klangarrangements. Auch wenn Echodrone in Five diesem Stil treu bleiben, wirkt dieses fünfte Album gereifter. Das Besondere an diesem Album ist ebenso die Produktionweise: Die Musiker nahmen es nicht gemeinsam in einem Tonstudio auf, sodern tauschten via Internet aus (nachzulesen in einem Interview hier: http://arcticdrones.com/spotlight/echodrone/)

Mit Disparate Numbers steigt der Hörer in den ersten paar Sekunden in eine zunächst elektronische ruhige Klangwelt, an diverse New-Wave Nummern der 1980-er erinnernd, ein. Dieser sythlastige Beginn wird im Laufe des Liedes durch Gesang und etliche Noise-Elemente komplettiert zu einer ruhigen Nummer irgendwo zwischen Dream-Pop, Ambient und elektronischem Rock.
Mein persönlichen Favoriten sind das verträumte, an einen beginnenenden Tag erinnernde, Glacial Place und NoiseBed, in welchem sich der sehr klare Gesang mit dröhnendem Noise nahezu abwechseln und in einen energiegeladenen Refrain übergehen. Es ist der emotionalste und am meisten hervorstechende Track der Platte.

Insgesamt bleibt die Platte eine der eher schwelgerischen Art, die stark mit Bildern und Stimmungen spielen. Die Songs, die mit ihrer Spieldauer von durchschnittlich 5 bis 8 Minuten über dem Durchschnitt eines stinknormalen Radiosongs liegen, brauchen ihre Zeit um sich entfalten. Sie errinern ein wenig an eine Morgendämmerung, die im Übergang zwischen Tag und Nacht steht. Diese Dämmerung hat ihre eigenen Farben, Temperaturen und Stimmungen und wer sich darauf einlässt den versetzt diese Gesamtkomposition aus Synth, Noise, Shoegaze, elektronischen Elementen vielleicht auch in irgendeines der Gefühle von aufgehender Sonne und Morgentau.





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